Unser Rückflug … man wie kann man so viel Pech haben – Teil 2

Teil 1 findet ihr hier

Am nächsten Morgen sahen wir zum ersten Mal die Mengen an Schnee im hellen. Meterhoch türmten sich links und rechts die Schneeberge, die am Abend zuvor von den Straßen geräumt wurden. Wir fuhren zurück zum Flughafen. Wir brauchten einen neuen Hotelgutschein und unseren Koffer. Die Sache mit dem Gutschein war schnell erledigt. Das mit dem Koffer wurde jedoch noch abenteuerlich. Eine Etage tiefer bei dem Kofferservice wurden die Bänke zu Quadraten zusammengeschoben und in dessen Innenraum wurden die Koffer sämtlicher Flüge gestapelt, die am Vortag in den Flugzeugen festgefroren waren. Mehrere Tausend Koffer auf mehreren Haufen an vielen Stellen des Flughafens. Das ist noch nie passiert, erzählte uns eine Mitarbeiterin. (Natürlich nicht. Wir sind ja auch das erste Mal hier und UNS verfolgt das Pech). Unser Koffer war nicht aufzufinden, aber es dauert auch noch 5 Stunden bis alle Koffer vom Sicherheitsbereich im Keller in die 2 Etage mit dem regulären Personenaufzug hochgebracht werden würden.

Ok, dann frühstücken wir erstmal. Gutscheine haben wir ja schon. ABER die Fressbuden kommen erst nach dem Security Check und da kommt man natürlich nur mit gültigem Ticket durch und da wir erst morgen fliegen haben wir natürlich noch keins. Man wies uns darauf hin, dass man sich einen Gate-Pass ausstellen lassen könnte, um durch die Security zu kommen. Ok. Wird gemacht. 1 ½ Stunden später hielt ich das kleine Papierstück in Händen und weitere 30 Minuten später waren wir in den heiligen Hallen der Fressbuden angekommen. Was für ein Aufwand für ein Frappuchino und ne Pommes. Das Gute daran war, dass mittlerweile Zeit für Mittagessen war.

Nachdem wir uns vollgemampft hatten und den Flughafen inspiziert hatten, machten wir uns auf den Weg zurück, um unseren Koffer abzuholen. Unsere Airline wirbt damit, dass man seinen Koffer anhand der Gepäcknummer jederzeit tracken kann, was wir auch laufen taten. Als wir Haufen unseres Fluges angekommen waren, fragten wir die Mitarbeiter schnell wie viele Koffer wohl noch kommen würden. Denn unser Koffer war natürlich noch nicht auf dem Haufen. Die Antwort kam prompt, noch 6 Wagen. Okay ca. 20 Minuten Warten. Wir sind in Übung und warten. 20 Minuten später. Nix. Kein Koffer. Wir fragen die Mitarbeiter, was unser Kofferstatus vom tracken den bedeuten würde: Tja, das bedeutet, dass er hier eigentlich stehen muss. Ja, und wenn er hier nicht steht? Ja, dann ist er entweder verloren gegangen oder jemand anderen hat ihn (ausversehen) mitgenommen…. Ähm ja, ne ist klar. Super.

6 Stunden am Flughafen verschwendet. Auf geht’s zurück zum Hotel. Mittlerweile haben wir schlechte Nachrichten schon gar nicht mehr an uns ran kommen lassen, wir haben immer mit dem schlimmsten gerechnet und waren so einfach nicht mehr enttäuscht.

Nachdem wir, nach einer weiteren Rutschpartie auf den Autobahnen Detroits, die Taxifahrt überlebt hatten, beschlossen wir 10 Minuten im Schnee zu spielen und anschließend in den Pool des Hotels zu hüpfen. Die beste Entscheidung des Jahres. Wir haben getobt, gelacht, gefroren, gespielt, geplanscht, in der Saune geschwitzt und den restlichen Nachmittag im Hotelzimmer und Restaurant verbracht. Stress Ade – Familie Juche!

Am Abend dann der nächste Schreck. Seit 4 Tagen sind alle 4 Flüge nach Alabama gecancelt worden. Sollte unser Flug morgen fliegen, wäre das nicht nur der erste seit 4 Tagen, sondern auch ein Wunder. Zum Glück waren wir alle zu müde, um uns darüber den Kopf zu zerbrechen.

Um 4 Uhr am Morgen ging es schon wieder raus aus den Federn zurück zum Hotel. Bis jetzt soll der Flieger gehen. Und noch eine gute Nachricht: Der Kofferstatus hat sich geändert. Es ist jetzt direkt im Customer Service abzuholen. Und tatsächlich keine 15 Minuten nach Ankunft am Flughafen, haben wir unseren Koffer wieder. Was ein Glück. Also ab zum Check-In und den Koffer direkt wieder aufgeben, Tickets bekommen und ab durch die Security. Schnell noch ein Bagel auf die Hand und ab zum Gate.

Am Gate sitzen die meisten mit Decken und Kissen der Airline. Die haben es wohl alle nicht mehr ins Hotel geschafft. Jetzt geiern sie auf Restplätze in unserem Flieger, denn wir haben tatsächlich dem ersten Flieger seit 5 Tagen, der wieder fliegt. Obwohl wir eine Stunde Verspätung haben und dann noch eine halbe Stunde enteist werden, bin ich einfach nur heilfroh, dass wir weg sind aus Detroit und endlich wieder zurück in Alabama.

Zuhause angekommen habe ich es grade noch geschafft die erste Maschine Wäsche anzuschmeißen ehe ich schlafend in mein Bett gefallen bin.

Eure Jane

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