Wenn Männer kalte Füße bekommen…

auch wenn meine Zeit gerade etwas knapp bemessen ist, Rückflug und so, möchte ich euch dennoch ein kleines Update geben. 🙂

Erstmal möchte ich mich aber für eure Kommentare, hier und bei Instagram, bedanken. Ich bin einfach froh, wenn ich eure Meinung dazu höre und jemanden zum „reden“ habe!

So wir haben also miteinander gesprochen. Arm in Arm unter der warmen Bettdecke. Haben unseren Gefühlen freien Lauf gelassen. Und siehe da, der Mann hat (nur) kalte Füße bekommen.

Irgendwo habe ich vor kurzem den Spruch: „Es gibt ungeheuer viele Gründe, keine Kinder zu bekommen, wenn man erstmal anfängt nachzudenken. Hirn ist ein evolutionärer Nachteil geworden.“ Malte Welding

Und das war auch sein Problem. Er hat zu viel darüber nachgedacht und weil unsere Tochter gerade eine, sagen wir mal schwierige, Phase durchmacht, überkam ihn die Angst. Ich hab also im genau falschesten Moment dieses Thema angesprochen.

Er hat eingesehen, dass Geld dabei keine allzugroße Rolle spielen sollte, vor allem wenn der Geldhahn 1 1/2 Jahre später voll aufgedreht wird.

Lange Rede, kurzer Sinn: alles bleibt beim Alten, mit dem wundervollen Zusatz, dass er sich jetzt auch aufs Baby freut, was er gleich beim Ikeabesuch bewies, als er mich noch in die Babymöbelecke zog. *liebe*

Ich bin froh und glücklich und irgendwie nochmal mit einen blauen Auge davon gekommen. LiebeSeiDank

Eure Jane

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Warum wünscht man sich ein Baby?

Seit ich weiß, dass mein Schatz Zweifel gegenüber unserer Babyplanung geäußert hat, habe ich viel Nachgedacht….

Warum wünsche ich mir ein Baby? Kann ich weitere Jahre warten? Werde ich schnell schwanger werden? Wäre ich auch ohne weitere Kinder glücklich? Was lässt meinen Partner zweifeln? Habe ich lange genug gewartet und sollte es jetzt „einfordern“ oder wäre das egoistisch? Kind im Studium? Oder im Referendariat? Was ändert sich finanziell? Brauchen wir wirklich noch vorher eine neue Wohnung? Ein neues Auto? ….

SO viele Fragen und jede Frage würde ich zwar beantworten können, aber auch die Antworten werfen neue Fragen auf…

Ich versuche es trotzdem…

Ich wünsche mir ein Baby, weil mein Herz sich danach sehnt. Ich wollte immer eine große Familie. Mein Bauchgefühl sagt, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist und meine Tochter wünscht sich schon so lange ein Geschwisterchen. Wenn ich Schwangere oder Babys sehe klopft mein Herz schneller und ich fange innerlich an über beide Backen zu grinsen, ich habe das Bedürfnis wieder diese Liebe zu empfinden. Ein weiteres Leben in die Welt zu setzen und alles zu geben, um es großzuziehen… Aber warum fühle ich so? Was fehlt mir? Welche Lücke füllt ein Baby? Habe ich vergessen wie viel Zeit ein Kind braucht? Ich weiß es nicht….

Ich würde noch warten… aber nur wenn es sein muss! Klar ich bin noch jung, aber meine Tochter bleibt auch nicht für immer 5. Irgendwann wird sie kein Interesse mehr an einem Geschwisterchen haben. Dann habe ich zwei Einzelkinder. Meine Tochter könnte durch ein Geschwisterchen viel lernen, da sie das einzige Kind in der ganzen Verwandtschaft ist, steht sie viel zu sehr im Mittelpunkt. Nicht gut für das Soziale Miteinander… Ich weiß aber, dass ich mich nicht wegen weiterer Jahre des Wartens von meinem Partner trennen würde. Anders wäre es wenn er KEINE Kinder mehr wollen würde.

Ich gehe jetzt davon aus, dass ich schnell schwanger werde, da ich damals ungeplant schwanger wurde, als ich durch diverse Unverträglichkeiten einen Marathon von Pillenwechsel durchgemacht habe. Aber jetzt habe ich weitere 5 Jahre mit hormoneller Verhütung durchgemacht. Ich hatte die Mirena-Spirale. Man hört viel von Fehlgeburten und langer Wartezeit nach der Mirena. Wer weiß also wie lange es dauern wird. Jetzt während der Pilleneinnahme habe ich selbst in der Pillenpause keinerlei Mens. Vielleicht ist meine Gebärmutter durch die Spirale etwas eingerostet…

Mein Schatz liebt mich und meine Tochter, das weiß ich. Ich weiß aber auch, dass er in letzter Zeit oft gestresst und genervt ist, auch wenn er in der Uni grade nicht viel zu tun hatte. Er träumt von der perfekten Familie, alle lieb und brav und gut erzogen, besseres Auto und statt der Wohnung lieber eine DHH. Das Töchterlein macht aber gerade eine Trotzphase durch und aufs-Wort-hören ist grade nicht immer drin. Dann möchte sie momentan auch viel getragen werden und nachmittags nicht einkaufen gehen, sondern frei haben. Wenn dann nicht alle nach ihrer Nase tanzen, macht sie das wahnsinnig. Und das wiederum meinen Schatz. Ein Teufelskreis. Seine finanziellen Wünsche erfüllen sich Ende 2016 Anfang 2017, dann winkt die Festanstellung und damit das neue Auto und die DHH.

Im Studium ist man flexibel und gerade in meinem Studiengang sind Kinder im Hörsaal keine Seltenheit. Wie es ist mit Kind zu studieren, weiß ich, ich habe ja schon eins. Mit Säugling ist es zwar etwas anders, aber ich wäre nicht die einzige Stillende Mutter im Hörsaal und den Satz unserer Professorin unterschreibe ich sofort: „Wer als angehende Lehrkraft nicht mit Kindergeschrei umgehen kann, sollte schleunigst den Studiengang wechseln!“ Das Referendariat ist für mich Neuland, aber ich würde finanziell besser versorgt sein. Mutterschutzgeld gibt es im Studium nicht und Elterngeld wäre im Ref. Mehr als doppelt so hoch. Aber brauchen wir wirklich so viel mehr Geld? Wenn das Baby  2015 kommen würde, wären es auch „nur noch“ 1 ½ Jahre bis wir es, finanziell gesehen, wieder ganz locker angehen könnten. Kostet ein zweites Kind wirklich so viel mehr in den ersten 2 Jahren? Klar Windeln und ab dem 1. Jahr ein Betreuungsplatz und und und… ich weiß es nicht 😦

Natürlich wäre ein neues Auto und eine DHH besser als der Kleinwagen und die Wohnung. Aber unsere Tochter hat auch das erste Jahr mit im Schlafzimmer geschlafen und eine Spielecke im Wohnzimmer haben wir sowieso. Der Kinderwagen hat vor 5 Jahren auch in den Kleinwagen gepasst, also brauchen wir es nicht zwingend, auch wenn es schöner wäre, wenn alles neu und groß und toll ist….

Mein Kopf beginnt mir zu sagen, dass es vernünftiger und einfacher wäre, wenn wir weiter warten. Aber mein Herz und mein Bauch wollen und können nicht mehr warten. Geld sollte nicht der Grund sein zu warten, oder? Und mehr Zeit hätten wir auf jeden Fall 2017… ich kann es nicht sagen… ich brauche euren Rat…

Darf man, wenn es um die Babyplanung geht, eine Pro- und Kontraliste machen? Helft mir ich bin verzweifelt…:(

Eure Jane

PS: Heute Abend wird geredet….

ERSTENS kommt es anders und ZWEITENS als man denkt (Vorsicht lang)

Unsere Deutschlandreise lag von Beginn an unter einem schlechten Stern… Alarmanlage vergessen, Flug verspätet, Flug verpasst, Hotel,  kein Koffer, keine Kosmetik/Wechselwäsche, Landung turbulent, Koffer beschädigt, Zugticket verfallen, usw usw.

Nach den Feiertagen ist mein Schatz dann auch noch Krank geworden, nichts schlimmes, nur eine Erkältung, natürlich auch nicht absichtlich (auch wenn ich der Meinung bin, dass man im Winter nicht mit T-Shirt rumlaufen muss) aber irgendwie genoss er es mir zu sehr, dass er krank war.

Warum? Weil er sich im Wohnzimmer einquartierte, Essen und Trinken frei Haus geliefert bekam, seine Ruhe hatte, er seine Lieblingssendung bis zum Umfallen gucken konnte und sämtliche geplanten Ausflüge und Unternehmungen für ihn entfielen… Shoppen, Ikea, Kino (den Film hatte er schon gesehen), Schwimmbad (er wollte seine Badehose schon vorher in den USA lassen, weil er keine Lust hatte) und so manch anderes… irgendwie auffällig, findet ihr nicht auch… (OGott, was bin ich für eine rabenschlechte Partnerin *schäm*)

Trotzdem habe ich mir unseren Deutschlandaufenthalt irgendwie anders vorgestellt…

Ich hätte ihm das alles aber verzeihen können, wenn… ja wenn da nicht diese eine Aussage gewesen wäre…

Er, wieder halbwegs fit, findet den Weg zurück zu unserem Schlafzimmerbett… Ich, die seit Tagen keine Nähe mehr von ihm gespürt hat, verspürt den Wunsch nach Liebe und Nähe… Ich: Du Schatz, ich hab dich so vermisst, lass uns Liebe machen… mach mir ein Baby… (der Teil mit dem Baby, war nicht direkt ernst gemeint, wir wollen ja erst im Mai scharf schießen)… trotzdem setzt er diesen Blick auf… ich bekomme jedes Mal eine Gänsehaut, wenn er so schaut, aber im negativen Sinne…gäbe es eine Sache, die ich ihm abgewöhnen könnte, dann wäre es dieser Blick….

Ich schaue ihn erschrocken an und Frage ihn: „Willst du noch ein Baby mit mir?“ Er: “Ich weiß es nicht“… Stille. Sein Blick weicht von mir, ich fange an zu zittern…  Ich: „Wie, du weißt nicht? Wir wollten doch im Mai…“ jetzt brechen bei mir endgültig alle Dämme, das Tränen runterschlucken funktioniert nicht mehr und ich heul los… „Wann hattest du vor mir zu sagen, dass du kein Baby mehr möchtest?“

(Für alle die es noch nicht wissen: Ich wünsche mir seit 3 Jahren ein zweites Kind, habe ihm zu Liebe immer wieder meinen Wunsch unterdrückt, weil er noch warten wollte. Ich wollte nie einen größeren Altersabstand als 4 Jahre zwischen unseren Kindern. Dann legen wir vor einem Jahr endlich ein Datum fest, wann ich wieder schwanger bin und dann kommt das USA-Jahr dazwischen und alles wird um ein weiteres Jahr verschoben. Jetzt starte ich diesen Blog, arbeite mich wieder voll ein in die Materie: „Frau-Zyklus- Schwangerschaft“, Messe wieder die Temperatur, bin beim letzten Pillenblister, hab wieder mit der Nipletten angefangen, mich grade vor 3 Tagen mit Schwangerschafts- und Kinderwunschvitaminen eingedeckt, bin gefühlt schon Schwanger und dann SOWAS).

Er schweigt und sagt mal wieder, dass er es nicht weiß… nach weiterem hin und her des Nichtsagens von ihm und dem ununterbrochenen Reden von mir kommt heraus, dass er sich jetzt bereits durch unsere Tochter überfordert fühlt, er aber einsieht, dass wir jetzt mehr Zeit für ein weiteres Kind hätten als wann anders, er aber bis dahin ein neues Auto will und eine neue Wohnung, die wir uns bis dahin jedoch nicht leisten können (Stichwort: Privatschule fürs Töchterlein und USA Auslandsjahr schlucken mal eben unser gesamtes Erspartes und das des nächsten Jahrtausends…) außerdem hätte er bisher nie über ein zweites Kind nachgedacht, wenn ich ihn nicht schon seit drei Jahren damit NERVEN würde… na Danke

Der Schock saß nicht nur tief, er sitzt es immer noch…

Und was sage ich? Erst mal gar nichts… ich heule nur und dann passiert etwas, dass ich nie von mir gedacht hätte:

Ich nehme ihn in den Arm, und sage, dass ich ihn liebe und dass ich mich so sehr auf diese Schwangerschaft gefreut habe (in der ersten musste ich meinen Bauch eher verstecken, als dass ich ihn Stolz der Welt präsentiert habe), ich aber will, dass er sich darauf genauso freut und stolz ist und alles, und das nur geht, wenn er es sich so sehr wünscht wie ich, – und jetzt kommt es – und ich ihm dafür so viel Zeit gebe wie er braucht. *und das habe wirklich ICH gesagt*?!

(Es ist das gleiche mit dem Heiratsantrag. Letztes Jahr habe ich für unseren Jahrestag ein Baumhaus gebucht, mitten im Schneebedeckten Wald zwischen den Häschen und Rehen, habe seinen Ringfinger heimlich im Schlaf ausgemessen und alles vorbereitet. Einen Tag davor habe ich den Schwanz eingezogen. Er hat immer von dem perfekten Antrag für mich geträumt. Dieser Moment sollte ihm gehören, ganz egal wie sehr ich diesen Antrag will… das wollte ich ihm einfach nicht kaputt machen…) Bin ich zu feige? Zu leicht zu manipulieren? HILFE!!!

Ich war auf jeden Fall das Verständnis in Person, auch wenn ich innerlich einen Nervenzusammenbruch hatte und mein gebrochenes Herz mir den Hals zuschnürte.

Doofe Situation… einfach alles doof…

Tausend Gedanken schwirren im Kopf herum und ich fühle mich (nicht falsch verstehen) als hätte ich eine Fehlgeburt gehabt: Das Kind verloren, bevor ich es jemals im Arm halten konnte… und nicht nur das Kind, sondern auch ein Stück von meinem Partner… Niemand mit dem ich darüber sprechen kann und überhaupt alles einfach nur abgrundtief SCH…lecht

 

Ich versuche mich jetzt abzulenken, keine Gedanken mehr an meinen KiWu zu verschwenden, meine Tochter mehr zu genießen und meinem Partner zu verzeihen…

Ich weiß nicht wie es weiter geht und wann es weiter geht und und und *heul*

Eure Jane

Frohes Neues Jahr

Ich wünsche euch ALLEN ein Frohes NEUES Jahr 2014!

Ich hoffe, dass all eure WÜNSCHE und VORSÄTZE in Erfüllung gehen werden und dass das Jahr so wird, wir ihr es euch vorgestellt habt….

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Wenn ich das Jahr 2013 noch einmal Revue passieren lasse, dann habe ich, zusammengefasst gesagt:

– meine Oma, meine Schwieger-Oma und meine Schwieger-Uroma verloren

– viele Steine in den Weg gelegt bekommen, was unser Auslandsjahr und

-auch mein Studium betrifft

 

Ich habe aber auch:

– meinen Bachelorabschluss gemacht

– trotz allem das Auslandsjahr mit meiner kleinen Familie angetreten und

– die weitere Zukunft mit meinem Schatz „geplant“

 

2014 wird zwar nicht das Jahr der Jahre (soweit man das am 1.1. schon beurteilen kann ^^), aber wir werden die Ostküste der USA unsicher machen, nach Disneyworld fahren, eine Florida-Rundreise machen, das Masterstudium aufnehmen und vor Allem unsere Familie erweitern.

Aber wer weiß, welche Überraschungen dieses Jahr noch für uns Bereithält?! Ich hoffe mehr Leben, als Tod und mehr Freud, als Leid…

In dem Sinne… auf ein schönes, ereignisreiches, freudvolles und gesundes Jahr 2014!!!

Eure Jane