Positiv denken…

In der letzten Woche ist viel passiert und ich habe Zeit gehabt über vieles nachzudenken.

Nachdem ich mich vor lauter Enttäuschung ordentlich mit meinem Schatz in die Haare bekommen habe und ich zwei Tage lang kaum ein Wort mit ihm sprechen wollte (albern, ich weiß), habe ich mich neu sortiert und ihm einfach direkt gesagt wie ich darüber denke und dass ich unseren 10. Jahrestag 2016 einfach perfekt zum heiraten finde, auch wenn ich damit vielleicht die Pläne meiner Schwester kreuze, aber nur weil sich jemand verlobt, heißt das ja nicht, dass alle um sie herum sich nun an ihren Plänen anpassen muss und man mit seiner eigenen Verlobung und Hochzeit warten muss bis sie mit allem fertig ist…. oder?!

Das Wochenende bzw. den Samstag haben wir auf einem wunderschön gestaltetem „Italian Food Festival“ verbracht. Es gab super leckeres Essen, viele tolle Angebote für Kinder (Spiel&Tanz, Kinderschminken, uns sogar ein Traubenfass in dem die Kinder barfuß Trauben qeutschen durften *hihi*), schönstes Sommerwetter und beste Südstaaten-live-Musik, bei der ich sogar meinen Tanzmuffel-Schatz auf die Tanzfläche bekommen habe! Ein pefekter Samstag….

Und mit dem Sonntag kam das schlechte Wetter… erst mit viel Regen und dann folgte noch Gewitter. Im Wetterbericht deutete sich schon die letzten Tage eine Welle von Schlechtwetterphasen mit Tornado-Potenzial an.

Also wurde Sonntag unser Shelter-Raum, der Raum unter der Treppe freigeräumt und mit allem nötigen ausgestattet (Matratze, Decken, Wasser, Taschenlampe, Pinkelglas usw.). Von der ersten Welle am Sonntag sollten wir noch verschont bleiben, von der am Montag und Dienstag allerdings nicht. Die erste Welle traf vor allem Mississippi und Arkansas und die Tornados machten dort einige Städte dem Erdboden gleich (Ich bete für alle Menschen dort, die davon betroffen sind).

Montag war mir schon ganz mulmig im Bauch und immer wieder bekam ich Herzrasen vor Angst. Auch das Töchterlein kam zwei Stunden eher aus der Schule, damit die Kinder sicher zu Hause sind. Ich war froh, dass sie bei uns war, aber auch noch mehr in Sorge….

Bis Abends kam Regen und Gewitter auf uns zu und mit ihnen nicht nur der Tornado Watch (das bedeutet die wetterverhältnisse sind perfekt für die Bildung eines Tornados, aber es ist noch keiner entstanden) sondern auch die Stormchaser (bekannt aus Film und Fernsehen (Discovery Channal). Das Töchterlein lag um 20 Uhr im Bett und auch wir legten uns hin bis um 21Uhr die Sirenen draußen losgingen. Mein Atmen stockte, mein Herz rutschte ihn die Hose, mein ganzer Körper zitterte und ich griff alles was gerettet werden sollte und brachte es in den Shelter. Der Schatz schnappte sich das schlafende Kind und rannte auch mit ihr in die Kammer unter der Treppe.

Meine Schwester und ihr Freund (mit denen wir hier in einem Haus wohnen) blieben noch recht locker und schalteten erstmal den Fernseher an. Die Wettermänner brachten leichte Entwarnung: im Norden unseren Countys (Landkreises) deutete alles auf einen Tornado hin, aber er zieht nicht in unsere Richtung, deswegen können wir erst einmal aufatmen. Beruhigen konnte ich mich allerdings nicht wirklich, denn draußen heulten noch weiter die Sirenen und alle 5 Minuten bekam ich eine neue Warnung auf mein Handy.

Um kurz vor 11 Uhr dann der nächste Schock, etwa 50 Meilen von uns entfernt scheint sich ein heftiger Tornado zu bilden der in unsere Richtung sieht. Kurz darauf die Warnung auf das Handy: Take Shelter NOW! Also keine Zeit verschwenden, laut Berechnungen haben wir noch 8 Minuten bis der Tornado uns erreichen könnte, wenn sich einer aus der Front bildet.

Mit dem Wetterkanal auf dem Ipad saßen wir nun in der kleinen Kammer. Kein Licht, kaum Luft, kaum Platz und voller Angst. Das Töchterlein schlief zum Glück tief und fest und wir versuchten uns abzulenken. Doch die Worte des Wettermanns wurden immer deutlicher: Erst war es nur unsere Stadt die erwähnt wurde, dann ein Platz in der Nähe und dann genau unser Stadtteil. Das darf doch nicht war sein… und dann wurde es bestätigt: heftiger Tornado mit Bodenkontakt keine 20 Minuten Luftlinie entfernt. Dann ein zweiter… mein Bauch schmerzte, mein Herz pochte wie verrückt, die Warnungen auf dem Handy kamen minütlich, die Sirenen heulten, der Regen prasselte und trotzdem versuchte man die Angst wegzulachen…

Und dann war es vorbei… die Tornados haben den Bodenkontkt verloren und ziehen vorbei…

Auch weitere Warnungen einigen Stunden später und auch für Dienstag angesagte Tornados lösen sich in Luft auf. Gott sei Dank!

Ich glaube, ich habe noch nie so eine Angst in meinem bisherigen Leben gehabt und noch nie so eine Erleichterung verspürt, als das Unwetter sich verzogen hatte.

18 Tornados wurden am letzten Montag in Alabama verzeichnet und es wird noch einem Wunder gesprochen, dass so wenig passiert ist und so wenig Menschen verletzt wurden. Ich bete für die Familien der 35 Todesopfer…

Mir hat dieses Erlebnis gezeigt, wie schnell ein Leben zu Ende gehen kann. Man kann sein ganzes Leben planen – verplanen – dabei sollte man seine Zeit nutzen und nicht zu weit in der Zukunft Leben. Das Leben ist zu kurz um sich zu streiten. Und man sollte sich nie zu jung für etwas fühlen, sondern sein Leben und seine Träume jetzt in die Hand nehmen und nicht warten bis es dafür vielleicht zu spät ist…

Eure Jane

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Mir kam da so eine Idee…

Ich weiß ja nicht, ob ich es euch schon erzählt habe, aber ich liebe es YouTube Videos zu schauen. Früher waren es eher Tutorials, seit einem halben Jahr aber vor allem Videos von (werdenden) Müttern.

Das schöne dabei ist, dass man nicht nur Neues kennen lernt (Produkte, Erfahrungen, usw.), sondern auch den Menschen vor der Kamera. Obwohl man die andere Person noch nie gesehen hat, fühlt man sich mit ihr verbunden. Verrückt, ich weiß.

Seit einiger Zeit verspüre ich den Drang, mich dieser Community anzuschließen und selber YouTuberin zu werden… mein Mitteilungsbedarf ist so sehr gestiegen und da ich es ja selber so gerne gucke, würde ich auch gerne etwas dazu beitragen und vielleicht die eine oder andere Information von mir geben.

Wäre da nicht das große ABER….!!!

Ich habe nämlich gewaltige Hemmungen davor MICH zu zeigen. Nicht weil ich nicht genug Selbstbewusstsein hätte, sondern weil ich Angst davor habe meine Privatsphäre herzugeben. Aber nicht nur meine, sondern auch die meiner Familie. Bei Instagram höre ich immer wieder von Hatern und Stalkern der YouTuberinnen, und davor habe ich echt Angst. (An dieser Stelle mal erwähnt: Meinen höchsten Respekt an Melli, Anna, Jenny, Jessi, Lara und Co)

Aber wer will sich schon ein Video ansehen, auf dem das Gesicht verpixelt oder erst gar nicht zu sehen ist?!?!

Ich habe schon Ideen, aber an der Umsetzung hapert es noch… vielleicht habt ihr Ideen für mich? Oder sollte ich es lieber lassen und bei Blog und Instagram bleiben?

Ich freu mich über jeden Rat/Tipp/Vorschlag 🙂

Eure Jane

ERSTENS kommt es anders und ZWEITENS als man denkt (Vorsicht lang)

Unsere Deutschlandreise lag von Beginn an unter einem schlechten Stern… Alarmanlage vergessen, Flug verspätet, Flug verpasst, Hotel,  kein Koffer, keine Kosmetik/Wechselwäsche, Landung turbulent, Koffer beschädigt, Zugticket verfallen, usw usw.

Nach den Feiertagen ist mein Schatz dann auch noch Krank geworden, nichts schlimmes, nur eine Erkältung, natürlich auch nicht absichtlich (auch wenn ich der Meinung bin, dass man im Winter nicht mit T-Shirt rumlaufen muss) aber irgendwie genoss er es mir zu sehr, dass er krank war.

Warum? Weil er sich im Wohnzimmer einquartierte, Essen und Trinken frei Haus geliefert bekam, seine Ruhe hatte, er seine Lieblingssendung bis zum Umfallen gucken konnte und sämtliche geplanten Ausflüge und Unternehmungen für ihn entfielen… Shoppen, Ikea, Kino (den Film hatte er schon gesehen), Schwimmbad (er wollte seine Badehose schon vorher in den USA lassen, weil er keine Lust hatte) und so manch anderes… irgendwie auffällig, findet ihr nicht auch… (OGott, was bin ich für eine rabenschlechte Partnerin *schäm*)

Trotzdem habe ich mir unseren Deutschlandaufenthalt irgendwie anders vorgestellt…

Ich hätte ihm das alles aber verzeihen können, wenn… ja wenn da nicht diese eine Aussage gewesen wäre…

Er, wieder halbwegs fit, findet den Weg zurück zu unserem Schlafzimmerbett… Ich, die seit Tagen keine Nähe mehr von ihm gespürt hat, verspürt den Wunsch nach Liebe und Nähe… Ich: Du Schatz, ich hab dich so vermisst, lass uns Liebe machen… mach mir ein Baby… (der Teil mit dem Baby, war nicht direkt ernst gemeint, wir wollen ja erst im Mai scharf schießen)… trotzdem setzt er diesen Blick auf… ich bekomme jedes Mal eine Gänsehaut, wenn er so schaut, aber im negativen Sinne…gäbe es eine Sache, die ich ihm abgewöhnen könnte, dann wäre es dieser Blick….

Ich schaue ihn erschrocken an und Frage ihn: „Willst du noch ein Baby mit mir?“ Er: “Ich weiß es nicht“… Stille. Sein Blick weicht von mir, ich fange an zu zittern…  Ich: „Wie, du weißt nicht? Wir wollten doch im Mai…“ jetzt brechen bei mir endgültig alle Dämme, das Tränen runterschlucken funktioniert nicht mehr und ich heul los… „Wann hattest du vor mir zu sagen, dass du kein Baby mehr möchtest?“

(Für alle die es noch nicht wissen: Ich wünsche mir seit 3 Jahren ein zweites Kind, habe ihm zu Liebe immer wieder meinen Wunsch unterdrückt, weil er noch warten wollte. Ich wollte nie einen größeren Altersabstand als 4 Jahre zwischen unseren Kindern. Dann legen wir vor einem Jahr endlich ein Datum fest, wann ich wieder schwanger bin und dann kommt das USA-Jahr dazwischen und alles wird um ein weiteres Jahr verschoben. Jetzt starte ich diesen Blog, arbeite mich wieder voll ein in die Materie: „Frau-Zyklus- Schwangerschaft“, Messe wieder die Temperatur, bin beim letzten Pillenblister, hab wieder mit der Nipletten angefangen, mich grade vor 3 Tagen mit Schwangerschafts- und Kinderwunschvitaminen eingedeckt, bin gefühlt schon Schwanger und dann SOWAS).

Er schweigt und sagt mal wieder, dass er es nicht weiß… nach weiterem hin und her des Nichtsagens von ihm und dem ununterbrochenen Reden von mir kommt heraus, dass er sich jetzt bereits durch unsere Tochter überfordert fühlt, er aber einsieht, dass wir jetzt mehr Zeit für ein weiteres Kind hätten als wann anders, er aber bis dahin ein neues Auto will und eine neue Wohnung, die wir uns bis dahin jedoch nicht leisten können (Stichwort: Privatschule fürs Töchterlein und USA Auslandsjahr schlucken mal eben unser gesamtes Erspartes und das des nächsten Jahrtausends…) außerdem hätte er bisher nie über ein zweites Kind nachgedacht, wenn ich ihn nicht schon seit drei Jahren damit NERVEN würde… na Danke

Der Schock saß nicht nur tief, er sitzt es immer noch…

Und was sage ich? Erst mal gar nichts… ich heule nur und dann passiert etwas, dass ich nie von mir gedacht hätte:

Ich nehme ihn in den Arm, und sage, dass ich ihn liebe und dass ich mich so sehr auf diese Schwangerschaft gefreut habe (in der ersten musste ich meinen Bauch eher verstecken, als dass ich ihn Stolz der Welt präsentiert habe), ich aber will, dass er sich darauf genauso freut und stolz ist und alles, und das nur geht, wenn er es sich so sehr wünscht wie ich, – und jetzt kommt es – und ich ihm dafür so viel Zeit gebe wie er braucht. *und das habe wirklich ICH gesagt*?!

(Es ist das gleiche mit dem Heiratsantrag. Letztes Jahr habe ich für unseren Jahrestag ein Baumhaus gebucht, mitten im Schneebedeckten Wald zwischen den Häschen und Rehen, habe seinen Ringfinger heimlich im Schlaf ausgemessen und alles vorbereitet. Einen Tag davor habe ich den Schwanz eingezogen. Er hat immer von dem perfekten Antrag für mich geträumt. Dieser Moment sollte ihm gehören, ganz egal wie sehr ich diesen Antrag will… das wollte ich ihm einfach nicht kaputt machen…) Bin ich zu feige? Zu leicht zu manipulieren? HILFE!!!

Ich war auf jeden Fall das Verständnis in Person, auch wenn ich innerlich einen Nervenzusammenbruch hatte und mein gebrochenes Herz mir den Hals zuschnürte.

Doofe Situation… einfach alles doof…

Tausend Gedanken schwirren im Kopf herum und ich fühle mich (nicht falsch verstehen) als hätte ich eine Fehlgeburt gehabt: Das Kind verloren, bevor ich es jemals im Arm halten konnte… und nicht nur das Kind, sondern auch ein Stück von meinem Partner… Niemand mit dem ich darüber sprechen kann und überhaupt alles einfach nur abgrundtief SCH…lecht

 

Ich versuche mich jetzt abzulenken, keine Gedanken mehr an meinen KiWu zu verschwenden, meine Tochter mehr zu genießen und meinem Partner zu verzeihen…

Ich weiß nicht wie es weiter geht und wann es weiter geht und und und *heul*

Eure Jane