New Orleans – Teil 2

Nach dem Schreck mit dem bekloppten Autofahrer sind wir weiter Richtung French Quater gegangen, dass Viertel ist sehr bekannt und wie der Name schon sagt, französisch angehaucht. Das sieht man vor allem an den Gebäuden. Zu dem Viertel gehören die Partystraße Burbon Street, in die wir nur einen kurzen Blick gewagt haben, da nicht zu empfehlen, wenn minderjährige Kinder anwesend sind, falls ihr versteht was ich meine. Da gibt es den Brauch, dass wenn eine Frau dort eine Kette geschenkt bekommt (diese billigen aus Plastik), diese zum Dank ihr Shirt lüften muss soll. Die Ketten gibt es da in jedem Laden für 50ct.

Wir haben uns am nächsten Tag lieber auf den French Market gewagt und sind lecker Frühstücken gegangen: French Toast, Pancakes und Eggs Benedict. Lecker!

Hätten wir mehr Zeit gehabt, wären wir auch noch beim berühmten Café du Monde reingegangen, die für ihren Kaffee und ihre Beignets (das sind überdimensionale Schmalzkuchen) bekannt sind. Der Außenbereich sieht aus als hätte es geschneit, vor lauter Puderzucker auf dem Boden.

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Wir haben uns lieber dafür entschieden eine traditionelle Hafenrundfahrt in einem der bekannten Raddampfer zu machen. Töchterlein ist bei schönstem Wetter direkt auf der Bank und Mamas Schoß eingeschlafen. Und so konnten wir Eltern gespannt den Informationen lauschen, die uns der Kapitän erzählte. Besonders interessant fanden wir die Entwicklung der Stadt durch Hurricane Kathrina im Jahr 2005. Noch immer sieht man entlang der Küste die enormen Schäden, die dieser Hurricane angerichtet hat. Doch noch heftiger fanden wir, dass sich die Bevölkerung dadurch halbiert hat. Über 200.000 Menschen haben die Stadt verlassen und sind auch 2 Jahre später nicht zurückgekehrt, aus Angst, aus Mangel an finanziellen Mitteln und den Erfahrungen die sie dabei gemacht haben. Selbst jetzt nach 8 Jahren ist der Bevölkerungsstand noch nicht wieder der alte.

Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten und die Kleine ausgeschlafen hat, sind wir in die nächste Straßenbahn Richtung Insektarium gefahren. Diese Entscheidung erwies sich als sehr klug, denn kaum dort angekommen zog ein Gewitter über die Stadt und wir konnten uns in Ruhe den Insekten widmen. Auch wenn Insekten zunächst nicht besonders spannend erscheinen, konnte man dort wirklich verrückte und kuriose Dinge sehen und lernen. Wir konnten Insekten sehen, anfassen, hören und schmecken. Ja schmecken, es gab eine Insektenbar, an der verschieden zubereitete Insekten vorbereitet waren. Wir waren alle mutig und haben probiert – und ich muss sagen, gar nicht schlecht, so ein gewürzter und frittierter Mehlwurm. Unsere Tochter hat sich an die schokoladenüberzogenen Käfer gewagt und sogar noch einen zweiten vernascht. Zur Belohnung bekam man einen schönen Stempel auf die Hand gedrückt.

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Etwas weniger verrückt, aber dennoch kulinarisch wurde es dann an unserem letzten Abend in der Stadt. Wir suchten uns ein schönes kreolisches Restaurant. Dort durften wir in einem der private-rooms diverse ortsübliche Köstlichkeiten verspeisen. Was für ein wundervoller Abschluss dieses schönen Wochenendes.

Eure Jane

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New Orleans – Teil 1

Wie ich euch im letzten Blogeintrag geschrieben habe, nutzen wir unsere Zeit in den Staaten auch, um rumzukommen und etwas von der Umgebung hier kennenzulernen.

Daher ging unser zweiter Wochenendausflug nach New Orleans.

Die Fahrt dorthin war sehr angenehm ruhig, schon fast zu ruhig… um auf der Fahrt nicht einzuschlafen, haben wir in einem der Willkommenshäusern rast gemacht. Diese Willkommenshäuschen findet man nach jeder Bundesstaatsgrenze an der Interstate. Dort findet man Informationen über den Bundesstaat, Broschüren, Picknickstellen und Toiletten. Das Willkommenshäuschen von Louisiana war richtig schön gestaltet, es wirkte etwas wie ein uriges Alpenhaus – rustikal und einfach schön einladend. Unsere Tochter hat es sich erstmal in einem der Schaukelstühle (Ja, Amis stehen voll auf Schaukelstühle, die findet man sogar in den Flughäfen) bequem gemacht und Smalltalk mit den Empfangsdamen gehalten. Einfach süß *schwärm*

Die letzten Meilen nach New Orleans waren dann wirklich traumhaft, über eine lange Brücke, die über den zweitgrößten Salzwassersee der USA, den Pontchartrain-See, führt. Das Wetter war einfach traumhaft, und ich liebe den Anblick der glitzernden Sonne auf der Wasseroberfläche.

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Nach der Brücke kam aber der Stadtverkehr dazu und wir fuhren direkt in den Feierabendverkehr. -.-

Naja, so konnte man wenigstens die Skyline in Ruhe betrachten 😉

Nachdem wir uns Hotel, das direkt am bekannten Superdome steht, bezogen haben (das Zimmer war der Hammer und im 25 Stock hatte man nicht nur einen tollen Ausblick über die Stadt, sondern auch einen erschreckenden Ausblick in die Hotellobby)….

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… haben wir uns zu Fuß aufgemacht, um die Stadt zu erkunden. Der erste Schreck kam jedoch direkt… unsere Tochter wollte bei GRÜN über die Straße laufen, da rast wie ein Irrer ein Auto um die Ecke … wir konnten sie im letzten Moment noch an der Schulter zurückreißen… ihr könnt euch nicht vorstellen wie mein Herz geklopft und meine Beine geschlackert haben…

 

Mehr von unserem Wochenende gibt es morgen (oder übermorgen 😉 )

Eure Jane